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Gewinner des BDA Hamburg Architektur Preis 2020

Haspa am Schulterblatt 65, Hamburg

Das Gebäude am Schulterblatt 65 wurde beim 12. G20-Gipfel im Juli 2017 so stark beschädigt, dass es abgebrochen und von der Fundamentebene ausgehend neu aufgebaut werden musste.

Vor dem Abbruch mussten alle Ver- und Entsorgungsanschlüsse getrennt und gesichert werden, so dass keine Beeinträchtigung für die Baumaßnahme und für den Weiterbetrieb der im öffentlichen Bereich liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen entstehen konnten. Die Freischaltungen und alle mit den Trennungsarbeiten anstehenden Aufgaben durften nur von den konzessionierten Firmen ausgeführt werden.

Wir haben bei dem 1.400 m² großen Neubau, die Leistungsphasen 1 – 8 betreut und dabei die Kostengruppen 410 – 460 und 480 realisiert. Zu diesen Leistungen zählen unter anderem:

  • Abwasser-, Wasseranlagen: zwei Hebeanlagen
  • Wärmeversorgungsanlagen: Fernwärmeversorgungsstation im Kellergeschoss, Regelung der Heizung über MSR-Anlage, 300 l Membran Ausdehnungsgefäß
  • Lufttechnische Anlagen: eine Lüftungsanlage, Luftmenge von 6.100 m³/h, entspricht 3-fachem Luftwechsel in den Geschossen
  • Kälteanlagen:  Außengerät für die Umluftkühlung
  • Starkstromanlagen: LED-Beleuchtungsanlage, Fundament-, Blitzschutz- und Erdungsanlage nach DIN VDE 0185, VDE EN 62305, VDE 50164, VDE 0100 und 0190, VdS 2010
  • Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen: jede Mieteinheit enthält eine Klingel/Videogegensprechanlage zum Treppenhauseingang im EG, optische Rauchmelder, RWA-Anlage
  • Förderanlagen: Für die vertikale Erschließung und um den barrierefreien Zugang der oben liegenden Geschosse zu gewährleisten, erhält das Gebäude eine Aufzugsanlage, deren Kabine für den Transport einer Krankentrage geeignet ist.
  • Gebäudeautomation: Es wird ein Automationssystem nach DIN EN 16484 vorgesehen.

Das Grundstück für den Neubau liegt an einem prominenten Ort, der nicht nur für das Schanzenviertel von besonderer Bedeutung ist, sondern weit über Hamburgs Grenzen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt. Das hat seinen Ursprung in der geschichtlichen Entwicklung an der Grenze dänisch Altonas nach Hamburg sowie im Wesen als zu Hause einer von der Hafenarbeit geprägten Bevölkerung die letztlich auch in der Namensgebung („Schulterblatt“ eines Waals über einer Eckkneipe in der Schanze) einen Ausdruck findet.

Nun wurde das tolle Gebäude vom Bund deutscher Architekten mit dem Architekturpreis 2020 ausgezeichnet. Wir beglückwünschen unseren Architekturpartner Joe Landwehr und den Bauherrn die NM Nord-Immo GmbH & Co. KG zu diesem Preis.